Perspektiven von heute auf morgen
Bei Glasfasernetzen der neuesten Generation werden Netzabschlüsse direkt bis in ein Wohnhaus (FTTH) bzw. Bürogebäude (FTTB) geführt. Innerhalb des Objekts verteilen dann meist Kupferkabel die Signale weiter, prinzipiell ist jedoch auch die Verteilung bis zum Desktop mit Glasfaser möglich (FTTD). Voraussetzung dafür ist, dass bereits Glasfaserkabel bis zur Verteilerstelle auf der Straße (FTTC) verlegt wurden.
Glasfaserortsnetze sind in Deutschland vielfach schon realisiert. Allerdings erfolgt dann in der Regel eine Signalumsetzung über eine Optical Network Unit und die weitere Übertragung zum Teilnehmeranschluss über Kupferkabel. Für die sogenannte „letzte Meile“ stehen damit nur Breitbandzugänge mit Übertragungsgeschwindigkeiten im Upstream zwischen 2 Mbit/s und 12 Mbit/s und im Downstream zwischen 25 Mbit/s und 52 Mbit/s zur Verfügung.
Angebot mit Nachfrage
Eine Alternative zum ADSL-Angebot, das also nur die Strecken zwischen Hauptverteilern und Kabelverteilzentren optisch überbrückt, ist angesagt, um technologisch nicht ins Hintertreffen zu geraten. Eine günstige Gelegenheit, um einen Glasfaserstrang von der Straße bis zum Haupteingang zu verlegen, bietet sich in den kommenden Jahren, wenn Versorgungsunternehmen die Abwasserrohre erneuern müssen. Der Preis dafür ist wettbewerbsfähig, denn die Hardwarekosten sinken laufend, so dass sich die Gebühren für den Kunden hochattraktiv gestalten lassen.